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Der Alkoholismus ist heute ein sehr ernstes, jedoch oft unterschätztes Problem in unserer Gesellschaft. Die Problematik wird dadurch verschärft, daß der Alkohol gemeinhin als akzeptierte Droge gilt. Da die Grenzen zwischen gelegentlichem Alkoholmißbrauch und echtem Alkoholismus fließend verlaufen, gibt es keine verläßlichen statistischen Zahlen. Laut Auskunft der Anonymen Alkoholiker haben jedoch mindestens fünf Millionen Deutsche gravierende Alkoholprobleme -- die sogenannten „Quartalstrinker“ sind dabei noch nicht eingerechnet.

Bei chronischer Trunksucht liegt eine körperliche und seelische Abhängigkeit vor, wobei der echte Alkoholiker unkontrolliert und zwanghaft trinkt, das heißt, ohne aufhören zu können. Ein wichtiges Erkennungszeichen des echten Alkoholikers ist, daß er -- zumindest am Anfang -- alleine und heimlich Alkohol zu sich nimmt. Die häufigsten körperlichen Schäden beim Alkoholmißbrauch sind folgende:

·       Chronische Entzündung der Magenschleimhaut

·       Leberschädigung bis hin zur Leberzirrhose

·       Nervenschäden

·       Schwere psychiatrische Krankheitsbilder

         (zum Beispiel Verfolgungswahn, Delirium)

Der Konsum von Alkohol führt im Organismus zur Bildung zweier sehr giftiger Substanzen, des Acetaldehyds und des Malondialdehyds. Beide Aldehyde ziehen eine massive Schädigung des gesamten Körpers durch Freie Radikale nach sich. Verstärkt wird dieser Effekt noch durch den Genuß von Zigaretten. Zusammen mit Alkohol entsteht das berüchtigte Formaldehyd.

Die bei Alkoholgenuß entstehenden Stoffwechselprodukte und deren Effekte durch Freie Radikale ähneln der Wirkung von radioaktiver Strahlung (!). Nicht umsonst fühlt man sich nach einer durchzechten Nacht alles andere als wohl. Der sogenannte „Hangover“ (volkstümlich „Kater“) verstärkt sich mit zunehmendem Alter, die Regenerationszeit dauert länger, Leberschädigungen und Zerstörungen im zentralen Nervensystem nehmen zu. Im fortgeschrittenen Alter sind alkohol- und/oder drogenbedingte Schäden häufiger und ernsthafter, die Genesung bzw. Erholung gestaltet sich länger und schwieriger.

Allerdings kann man vielen alkoholbedingten Schädigungen durch bestimmte Antioxidantien begegnen. Wird die richtige Kombination während des Konsums oder vor dem Zubettgehen eingenommen, dann können die Folgen eingedämmt und eventuelle Zellschädigungen geringgehalten werden. Zu den Mikronährstoffen bzw. Antioxidantien, die in der Lage sind, den gefährlichen Stoffwechselprodukten des Alkoholabbaus zu begegnen, gehören:

·       Vitamin C

·       Vitamin B1

·       Cystein

·       Glutathion

·       Vitamin E

·       Selen

Vor allem auf dem amerikanischen Markt werden neuerdings diverse Kombinations-Produkte angeboten, die diese Substanzen enthalten. Meist weisen die Bezeichnungen wie „Anti-Alkohol“ oder „Detoxicates“ (Entgiftung) auf den entsprechenden Verwendungszweck hin.

Lassen Sie sich jedoch nicht durch die verschiedenen Zusammensetzungen irritieren, denn im großen und ganzen wirken sie alle ähnlich. In manchen Kombinationsprodukten fehlt das Selen; dies ist bei Bedarf gesondert zuzuführen. Wichtig sind die Inhaltsstoffe an sich und die ausreichende Menge.

Beispiel einer Dosierung bei Alkoholkonsum (vor dem Zubettgehen):

·       Vitamin C: 3 g

·       Cystein: 1 g

·       Vitamin B1: 1 g

·       Glutathion: 50 mg

·       Vitamin E: 100 IE

·       Selen: 25 mcg

Spezialtip: Ein weniger bekanntes Anti-„Kater“-Mittel ist Knoblauch (zum Beispiel Kyolic); er enthält S-Allyl-Cystein. Gelegentlich wird er mit Vitamin C, Vitamin E, Betakaroten und Selen kombiniert. Abgesehen von der günstigen Knoblauchwirkung auf die Gefäße im Zusammenhang mit Arteriosklerose ist diese Kombination ein effektives und weitgehend natürliches Entgiftungsmittel bei Alkoholmißbrauch.

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